Internet Explorer 7 - Beta 2
Seit gestern ist bei Microsoft die neueste Beta der Version 7 des hauseigenen Browsers verfügbar. Aber Vorsicht: die Installation dieser Beta-Version ist endgültig, d.h. es ist nicht möglich, wieder zum IE 6 zurückzukehren. (Edit 2006-02-02: Geht doch. Siehe unten.)
Da mutet der Aufruf von Chefentwickler Chris Wilson ‘Please test your sites with IE7′ fast schon wie der blanke Hohn an. Wer - außer denen die mehrere Rechner zur Verfügung haben - installiert denn eine unfertige Version 7, wenn gleichzeitig auf Version 6 nicht mehr zugegriffen werden kann? Denn machen wir uns nichts vor, selbst wenn der IE 7 in absehbarer Zeit zur Final Release gelangt… der ‘gemeine’ Internetnutzer ist unheimlich träge und wenn man sich mal ein paar Logfiles anschaut, dann sind selbst heute noch Surfer mit dem IE 5.5, ja sogar dem IE 5 unterwegs. Da läßt sich abschätzen, wie lange es dauern wird, bis sich ein umfassender Wechsel von Version 6 zu 7 vollzogen hat. Erschwerend kommt noch hinzu, daß der IE 7 derzeit nur unter Windows XP ServicePack 2 lauffähig ist.
Will sagen: es wird noch Jahre dabei bleiben, daß der IE 6 der Hauptbrowser zum Testen von Webseiten sein wird (Einfach für alle sprach schon 2003 vom Ende des Jahrzehnts). Die Kommentare im IE-Blog gehen alle in dieselbe Richtung: entweder Microsoft bringt schleunigst eine Standalone-Variante des neues Browser auf den Markt oder der ganz praktische Umstieg von 6 auf 7 wird sich extrem verzögern.
Rein qualitätsmäßig hat sich viel getan in der neuen Version, aber mehr als 5 Jahre sind auch eine verdammt lange Zeit im Internetgeschäft. Viele der zahlreichen Bugs des IE 6 wurden entfernt, etliche aber auch noch nicht, wenn man sich das Feedback zum vorgenannten Artikel von Chris Wilson zu Gemüte führt. Der zweite Acid-Test verläuft unterirdisch schlecht, es gibt weiterhin Probleme mit paddings und margins, von min-height ganz zu Schweigen. Selbst die so wichtige 24bit-PNG Unterstützung läuft noch nicht rund. Einige Developer vermelden ein völlig zerissenes Layout Ihrer Seiten die im Firefox, Opera und IE 6 wunderbar dargestellt wurden.
Eine weitere Hiobsbotschaft: Auch der IE 7 wird den MIME-Type “application/xhtml+xml” nicht unterstützen, da hierfür ein ausgefeilter XML-Parser notwendig ist und diesen kann das MSFT - jedenfalls zeitnah - nicht bieten. Dadurch werden zwangsläufig und unnötig wieder Hürden auf dem Weg hin zu echtem XHTML/XML und globalem Datenaustausch zwischen allen möglichen Anwendungen und Endgeräten (selbst Word und Excel unterstützen XML schon längere Zeit) aufgebaut. (Zum XML-Thema, an anderer Stelle mehr.)
Ich denke, der Internet Explorer 7 wird nur eine kurze Zwischenstufe darstellen, im Hintergrund blickt man wahrscheinlich schon in die Zukunft, hoffentlich in eine standardkonforme Zukunft. Im Augenblick bin ich einfach sauer, daß Microsoft auffordert, den IE 7 zu testen (!) und gleichzeitig nicht in der Lage ist, eine Standalone-Lösung anzubieten. Mir scheint, sie haben auch in den letzten Jahren nichts gelernt.
Wer sich trotzdem schon mal einen optischen Eindruck vom IE 7 verschaffen will, der möge sich auf die IE 7 Preview Tour begeben. Es werden spannende Dinge erklärt, z.B. sogenanntes Tabbed Browsing…
Edit (2006-02-02): Danke an Jeena für den Link zu einem Workaround um den IE 6 nach der IE 7 Beta Installation wiederherzustellen.
Artikel: Internet Explorer 7 - Beta 2
Datum: Wednesday, 01. February 2006, 20:27 Uhr
Kategorien: Browser, Webdesign
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Journal (Artikel)
2. February 2006
@ 02:15
[...] Hier der Link [...]
2. February 2006
@ 07:13
Warum nur haben andere keine Probleme den IE7 zu deinstallieren, und das sogar mehrmals hintereinander?
Was du hier als fünf Jahre darstellst war eigentlich fast nur das letzte Jahr, denn davor war es für Microsoft nicht wirtschaftlich da Leute an den IE ransetzen zu lassen, die haben da nämlich noch ein paar andere Projekte nebenher laufen.
Ob der IE7 denn application/xhtml+xml kann oder nicht ist eigentlich auch völlig egal, was nützt es heutzutage überhaupt? Das einzige wäre dass man auch XHTML 1.1 nutzen könnte, aber wo da jetzt die mega Vorteile davon sind sehe ich nicht wirklich.
Wenn du verstehen würdest was der IE eigentlich ist, dann würdest du auch verstehen, dass es ein größeres Unterfangen ist eine standalone Version herauszubringen, denn das ding ist so tief ins System verwurzelt, dass man es völlig umschreiben müsste, und wer bezahlt das ganze? Eigentlich ist das sowieso nur für ein paar Webentwickler interessant, für niemanden sonst.
2. February 2006
@ 09:45
Hi Jeena,
Danke für den Link.
WARUM Microsoft 5 Jahre (oder 4) nicht an einer Weiterentwicklung des IE gearbeitet hat, ist ziemlich irrelevant. Sie haben es nicht getan, Punkt. Aber bitte erwähne nicht das Wort “wirtschaftlich” bei diesem Unternehmen, daß seit einem Jahr (fällt ziemlich genau mit dem Aufstieg des Firefox zusammen, Zufall?) plötzlich wieder eine Menge finanzieller Mittel für die Entwicklung locker macht und immer noch Leute sucht und einstellt (siehe IE 7 Blog). Der Grund, warum der Mozilla sich so etablieren konnte, ist einfach: Die Internetnutzer und Webdeveloper waren es leid, mit dem Jahre alten IE 6 weiterzuarbeiten. Das Netz entwickelte sich weiter und MS hat diese Entwicklung verschlafen. Hätte es den Mozilla nicht gegeben, MS hätte bis heute keine Finger gerührt um einen neuen IE auf den Markt zu bringen. Und das MS neben andere Projekte zu laufen hat… ja sicher, davon leben sie und sind eins der erfolgreichsten Unternehmen weltweit. “Andere” Projekte hatte sie immer laufen, das hat sie früher (als es noch einen konkurrierenden Netscape gab) aber nicht gestört, den IE weiterzuentwickeln.
XML (und XHTML als Teilmenge davon) ist das Datenformat der Zukunft. Es gibt mehr als nur grafische Webbrowser wie Firefox, IE und Co. (z.B. Screenreader, PDAs, Handys usw.). Die nutzen das Format bereits sehr stark und die Entwicklung, daß das Internet Einzug in alle möglichen Bereiche hält und in einigen Jahren nicht nur auf PCs bezogen sein wird, ist eindeutig. Die W3C-Standards werden von vielen belächelt, aber sie sind die treibende Kraft für eine allumfassende Nutzung des Internets in der Zukunft. Die Alternative wäre nämlich ein Chaos an Datenformaten und Anwendungen. Das hatten wir in den 90er Jahren und das braucht kein Mensch mehr. Führt aber jetzt hier im Kommentar zu weit, ich schreibe in den nächsten Tagen einen längeren Artikel dazu. Ich bin nur froh, daß Microsoft XHTML und XML nicht wie Du als nutzlos betrachtet.
Chris Wilson dazu: I made the decision to not try to support the MIME type in IE7 simply because I personally want XHTML to be successful in the long run. I love XHTML (go look, my name is in the credits for XML 1.0);
Oh, das ist mir schon klar. Ich finde es nur recht unwitzig, zum Testen einer Betaversion aufzurufen, ohne den geringsten Hinweis zu geben, daß diese Beta (!) den IE 6 ersetzt und nur mit Hacks (siehe oben) “zurückzuholen” ist. Btw. sooo schwierig kann eine Standalone Version aber auch nicht sein, zumindest zu Testzwecken (und darum gehts):
http://browsers.evolt.org/?ie/32bit/standalone
Ein paar? You’re kidding.
2. February 2006
@ 11:22
Wir sind doch einer Meinung mit der Entwicklung, sie mussten den IE nicht entwickeln, da es für sie keinen Anlass gab, warum dann Geld zum Fenster rauswerfen? Jetzt gibt es einen Anlass und sie tun ja seit dem auch etwas. So funktioniert nun mal die Marktwirtschaft.
Seit wann können denn Screenreader, PDAs und Handys nicht mehr mit HTML umgehen? Das Internet ist in erster Linie dazu da, damit jeder leicht informationen reinstellen und holen kann. Mit dem holen ist das ja kein Problem, das macht ja der Browser für mich, aber beim reinstellen tun sich doch wohl 95% der Surfer bei HTML, so einfach, dass sie es gerne tun und das Internet bereichern. Wenn wir jetzt plötzlich auf XML umsteigen und jeder Browser beim geringsten Fehler das parsen abbricht dann glaube ich persönlich, dass sehr viele diese Informationen einfach für sich behalten, anstatt einen Webdesigner zu engagieren, oder ein Teueres Programm zu kaufen, welches Ihnen die XML Dateien so erstellt, dass sie auch andere betrachten können. Anscheinend bin ich da nicht alleine, wie erklärst du dir sonst die Weiterentwicklung an HTML5? Und nein, nicht vom W3C.
Ich finde es jetzt eine “Hiobsbotschaft” zu nennen, absolut übertrieben und glaube das ist nur reine Polemie und nichts anderes, vor allem da sie ja daran arbeiten … Wie kommst du darauf dass ich XML als nutzlos betrachte? Ich arbeite jeden Tag damit und verdiene so meine Brötchen.
Ich habe den IE7 noch nicht installiert, da ich auf dem Rechner meiner Frau noch kein SP2 drauf habe und gerade auch keinen Platz auf der Festplatte, aber von welchen “Hacks” sprichst du?
Eigentlich wollte ich dass mein Satz so lautet (ist etwas misglückt):
Eigentlich ist das sowieso nur für die paar Webentwickler interessant…
Dann macht er vielleicht ein bischen mehr Sinn ;-)
2. February 2006
@ 15:52
Oh, es gab schon Anlaß, den IE weiterzuentwickeln und sei es nur die Bindung von Kunden (insofern wäre es auch kein rausgeschmissenes Geld), die Festigung und Verbreitung der Marke “Microsoft”. Der IE ist ein Aushängeschild von MS und hätten sie über all die Jahre regelmäßig weiterentwickelt, wäre es Ihnen langfristig wahrscheinlich sogar günstiger gekommen als jetzt. Und das Web wäre vor allem wesentlich weiter. (Thema Handbremse.)
Das können sie wohl, aber der WAP2-Standard für Handys setzt z.B. auf XHTML. Es geht darum, Webseiten und Informationen möglichst auf allen Geräten und allen User-Agents gleichaussehen zu lassen, ein universelles Datenformat zu entwickeln, da dieser Punkt an Bedeutung gewinnt und die Vernetzung von den verschiedensten Informations-Beschaffungsgeräten immer enger wird. Da kann ich nicht dauerhaft mit verschiedenen Markups hantieren, so funzt das nicht. Du kannst heute schon problemlos Daten zwischen Microsoft Office und Open Office austauschen, per XML. Stell Dir das auch auf anderen Wegen vor, eine Excel-Tabelle kannst Du an Handy schicken und das kann es zumindest als XHTML-Webseite darstellen. Think different! Das einheitliche Format wird kommen, auch wenn solche Bewegungen langsam voranschreiten. Heute lächeln viele noch müde über solche Aussagen, aber was solls.
Da gebe ich Dir insofern recht, als daß sich einige wohl etwas tiefer mit der Materie befassen müssen. Allerdings gibt es heute schon XHTML-Editoren die sauberen Markup schreiben und das als Freeware oder zu kleinen Shareware-Preisen. WordPress produziert sauberen Markup (wenn man nicht ganz unbedacht im Quelltext rumfummelt. Ja, ich denke es wird so kommen mit XHTML/XML, aber die Webdesigner ob Anfänger, ob Profi werden sich dran gewöhnen. :-)
Na ja…
Lies Dir mal die Reaktionen zu diesem Posting im IE-Blog durch. Alles Polemiker? Sicher nicht, die Leute haben sich gefreut, als endlich die Weiterentwicklung des IE angekündigt wurde, sie haben auf die Ausmerzung der ganzen alten Probleme gehofft und das stellt sich raus, daß der IE 7 im Jahre 2006 noch kein XHTML 1.1 kann. Das ist, mir Verlaub, deprimierend. Der Traum, der große Traum, daß irgendwann völlig egal ist wo Du gerade bist und über welches Gerät Du gerade aufs Internet zugreifst – jede Information ist gleichartig abrufbar – rückt durch solche Sachen immer wieder in die Ferne. You may say I’m a dreamer but I’m not the only one…
Du hast geschrieben: Das einzige wäre dass man auch XHTML 1.1 nutzen könnte, aber wo da jetzt die mega Vorteile davon sind sehe ich nicht wirklich.
XHTML 1.1 IST XML. Neben den Ausführungen, die schon weiter oben angeführt habe, ist auch das Thema Barrierefreiheit und Accessibility zu nennen.
Touché. Nach Deinem Link läßt er sich quasi ganz normal wieder deinstallieren. Ich werde es heute mal probieren, entweder mit der Standalone-Version des IE 6 von evolt.org oder mit diesem Script. Aber da ich den IE sowieso nur zum Testen nehmen, kann ich auch die Beta richtig installieren und lasse den IE 6 nebenher laufen.
4. February 2006
@ 00:01
Du versteigst dich in ziemliche Luftschlösser. HTML mit XML-Syntax (= XHTML) ist einfacher zu verarbeiten, weil ein XML-Parser nach einfachen und klaren Regeln arbeiten kann, weil ein XML-Dokument sich an strenge Regeln halten muss. Damit ist es einfacher, Markup in einen DOM-Baum zu überführen. Das ist alles.
Was du mit »globalem Datenaustausch zwischen allen möglichen Anwendungen und Endgeräten« herbeiredest, hat nichts mit den Unterschieden zwischen HTML versus XHTML zu tun. Datenaustausch mit fehlerfreiem HTML funktioniert bereits vorzüglich. XHTML führt lediglich den Zwang zur Wohlgeformtheit ein. Was nicht heißt, dass HTML genauso straight sein kann. Trotzdem hast du Recht, dass die Umformung von einer XML-Sprache in eine andere einfacher ist.
Aber was hat das damit zu tun, dass MSIE kein application/xhtml+xml kann…
4. February 2006
@ 00:56
Nur weil hier der Eindruck entstehen könnte, XHTML leitet sich aus XML und HTML ab: XHTML steht für eXtensible HyperText MarkUp Language. Die (zukünftig) beliebig erweiterbare Modularität ist das bahnbrechende. So kann man mit entsprechenden Modulen z.B. SVG-Elemente einbinden, das heißt zum Bestandteil des Dokumentes machen, nicht wie heute mit (Browser)-verschiedenen “Befehlen” wie object oder embed. Du kannst/wirst Excel-Tabellen, Word-Dokumente, Audio- und Mediadaten, jede Art von Daten zum Bestandteil des Dokumentes machen können. Das ist das Ziel und nur so kann ein universeller Datenaustausch ohne Rücksicht auf die anwenderseitigen Voraussetzungen erfolgen. Dieses Ziel und den Sinn hinter XHTML scheinen noch nicht viele Menschen verinnerlicht zu haben. Offensichtlich denken die meisten, der Unterschied von XHTML zu HTML besteht darin, daß etwas strenger geparst wird und ich nun überall noch einen Schrägstrich vor das ‘größer als’-Zeichen setzen muß. Entweder man führt sich mal die Texte und Spezifikationen des W3C zu XHTML (auch Version 2.0) zu Gemüte und lernt. Oder man läßt es bleiben.
Das kommt als Pluspunkt noch hinzu, richtig.
Das ist nicht alles, sondern der kleinste Vorteil von XHTML. Siehe oben.
Aber natürlich hat es das. HTML ist eine Seitenbeschreibungssprache mit dem Schwerpunkt Webbrowser auf einem Desktop-PC, XML ist ein universelles Datenaustauschformat.
Wieviele Seiten im Netz kannst Du mit einem Handy sinnvoll ansurfen? Einige, aber vorzüglich ist was anderes.
Um genau zu sein, der MSIE kann nicht mal “text/html” wenn man nach seiner HTTP-Accept-Signatur geht. Aber lassen wir diese schlampige Programmierung mal weg. Der Knackpunkt ist nicht, daß der IE kein application/xhtml+xml akzeptiert, sondern daß der IE kein XML parsen kann (siehe Link im Posting: Statement von Chris Wilson, MSFT.) so wie es alle modernen Browser können. Und der IE 7 hat wieder keinen XML-Parser.
Hm… ich weiß nicht, aber nach dem was Du schreibst, betrachtest Du XHTML lediglich als “etwas strengeres” HTML. Lies mal wirklich die Spezifikation, dann wird einiges klarer.
4. February 2006
@ 11:09
[...] Interessant erscheint mir noch, dass angeblich die meisten Bugs, die bei Positioniseverything aufgelistet sind behoben sein sollen. Dazu kann ich leider noch konnte ich bisher mangels Zeit leider noch keine Tests durchführen, aber vielleicht kann der ein oder andere von euch dazu ja schon eine Aussage machen. Bleibt mir noch zu sagen, dass der Anfang gemacht zu sein scheint. Weiter so. [Update]: Übrigens gibts hier und hier Ausführungen der Entwickler zu dem Thema. [Update 2]: Gerade hab bei Jens im Blog den Hinweis gesehen, dass das Thema hier auch gut behandelt wird. [...]
5. February 2006
@ 13:57
Ich verstehe hier nicht die Kritik amm Artikel. application/xml+xhtml ist seit Jahren W3C-Standard für XHTML, text/html ist nur ein Kompromiss. Wenn MS Standards unterstützen will, dann sollten sie es einigermaßen konsequent tun.
Es ist ja bei der Beta-2 nicht nur dieser MIME-Type. Bisher wird z.B. auch
qnicht unterstützt, die Darstellung von Bildern über denobject-Tag ist noch nicht brauchbar und für Flash ist auch noch keine Verwendung vondatamittypemöglich. Von erweiterten Dokumenteninformationen oder Cookieverwaltung ganz zu schweigen. Der Richtexteditor wurde anscheindend auch nicht (ernsthaft) weiterentwickelt.Es ist schon richtig: 5 Jahre ist eine lange Zeit, MS hat viel zu tun. Bisher wurde an den schlimmsten CSS-Bugs und der Oberfläche geschraubt. Genau betrachtet alles nur optische Korrekturen und Erweiterungen. Nicht, dass ich alles schleicht finde, was umgesetzt wurde. Es fehlt halt noch eine ganze Menge.
Ob die Entscheidung, den IE liegen zu lassen, wirtschaftlich war, möchte ich bezweifeln.
9. February 2006
@ 01:16
[...] Jowra [...]
9. February 2006
@ 09:03
[...] Weitere Rezension jowra.de pcmag.com winfuture.de (Deutsch mit Abbildungen) mezzoblue.com [...]
10. February 2006
@ 15:10
»Dieses Ziel und den Sinn hinter XHTML scheinen noch nicht viele Menschen verinnerlicht zu haben.«
Fahr mal bitte deine Haltung »ich alleine habe das Licht erblickt« herunter.
Natürlich kann man sich über Zukunftsmusik unterhalten, gerne. Aber Luftschlösser sind und bleiben Luftschlösser – wie gesagt. Schön, dass XHTML ein unglaubliches Potenzial hat. Du vermengst aber etwas: Das, was mit XHTML in der Gegenwart faktisch möglich ist, und das, was in der W3C-Utopie mit XHTML möglich sein soll. Auch wenn IE 7 in puncto XHTML auf dem Stand der anderen Browser wäre, könnte man trotzdem nicht Word-Dokumente als XML einbinden. Daher juckt das, was du als Sinn hinter XHTML erkennst, tatsächlich momentan niemanden – wie auch immer man das bewerten will.
Das soll niemanden hindern, den »großen Traum« zu träumen. Du hast recht, dass IE 7 ohne vernünftige XML/XHTML-Unterstützung »Hürden auf dem Weg hin zu echtem XHTML/XML« aufbaut. Leider gibt es noch viele andere Hürden, die mit einer vernünftigen XML/XHTML-Unterstützung längst nicht eingerissen werden. SVG ist wohl das einzige praktische Beispiel, das du genannt hast, was in der Realität zumindest schon teilweise funktioniert. Da zeigt sich so ein Problem: Von XHTML-Unterstützung kommt noch lange nicht SVG-Unterstützung.
10. February 2006
@ 21:45
Diese Haltung habe ich nicht. Wenn ich schreibe, daß viele den Sinn hinter XHTML noch nicht verstanden haben, dann ist das einfach nur eine Festellung und die Erfahrung die man beim täglichen Surfen durchs Netz macht.
1. In Foren, Kommentaren usw. ist eine der häufigsten Fragen “Was ist eigentlich der Vorteil von XHTML?” Das ist ja nichts Negatives, es zeugt nur davon, daß ein Großteil der Neu-Webbastler (durch den Blogging-Hype kamen ja sehr viele hinzu, ist ja auch wunderbar) sich darüber noch nicht informiert hat.
2. Trotz besagter fehlender Informationen, prangt auf fast jeder Seite der “Valid XHTML”-Button. Klickt man drauf, zeigt der Validator im Regelfall 23 Fehler und 62 Warnungen. Ich hab im Firefox die HTML-Tidy-Extension laufen (grün = fehlerfrei, gelb = mit Warnungen, rot = mit Fehlern). Was meinst Du, wie einem ganz gelb und rot vor Augen wird. Und das lustiger Weise sogar auf vielen Seiten von sogenannten Webstandard-Spezialisten.
3. Viele Blogger verwenden WordPress. Das kommt out of the Box als XHTML-valide daher. Ein paar Tage nach der Installation fängt man an am Code rumzuschrauben und nach und nach tummeln sich die fehlenden Slashes und andere nicht-valide Dinge durchs Unterholz.
Die Feststellung, daß eine Mehrheit (?) – zumindest eine Vielzahl von Webdesigner und -nutzern – nicht weiß, was es mit XHTML auf sich hat, ist ganz praktische Erfahrung, keine Überheblichkeit. Es geht mir auch nicht um Bekehrung: wenn Standards sich durchsetzen sollen, dann sicherlich nicht per Diktat. Es geht nur um den Fakt an sich.
Das hier:
Das Web der Zukunft in 6 Punkten
bringt die Luftschlösser gut auf den Punkt. Der Punkt wo ich Dir widerspreche ist der, daß es Luftschlösser bleiben. Fortschritt beginnt immer mit einer Vision. Und interessanter Weise steht die Allgemeinheit dem anfangs meist skeptisch gegenüber. “So wie es jetzt ist funktionierts doch, warum etwas ändern?” oder “Haben wir schon immer so gemacht.” sind Klassiker.
Das was ich in den obigen Kommentaren geschrieben habe, stand immer unter dem Zusatz, daß das in Zukunft möglich sein wird (lies noch mal – ich erwähnte sogar das Wort “zukünftig”). Ich blicke vielleicht etwas weit voraus, aber ich bin nicht realitätsfremd.
Du verwendest zu oft Absolutismen. Es interessiert nicht die breite Masse momentan. Aber es interessiert durchaus sogar Firmen wie Microsoft, die selbst am W3C mitarbeiten (siehe z.B. XML). Und es interessiert heute schon Entwickler in Japan und sonst wo, jedenfalls dort, wo man vorausschauend arbeitet und damit später auch Geld verdienen will. Um noch mal auf den eigentlichen Beitrag zurückzukommen – und da sind wir uns ja wieder einig – was mich am IE 7 jetzt einfach stört: Man mußte jahrelang auf eine neue Version des meistgenutzten Browsers warten, die Erwartungen waren hoch und Dinge von denen man annahm sie seien im Jahre 2006 selbstverständlich, wurden nun doch wieder nicht realisiert. In der Tat, dadurch wird die Entwicklung aufgehalten. Ich bin in diesem (besten) Sinne – ungeduldig.
4. June 2006
@ 11:28
Dieser “neue” Internet Explorer ist mit abstand der schlechteste Browser, den ich je gesehen hab! Das öffnen der Tabs dauert viel zu lang.
Und die Geschwindigkeit ist auch grad ned so der Hit.
6. June 2006
@ 15:30
Lieber Kritiker,
IE muss ich zur Webvorschau auf dem Computer haben, kostet mich ja nichts. Ebenso wie Mozilla FireFox und NetsCape. Was hat das mit gut oder schlecht zu tun? Es gibt da die gute Möglichkeit des “Standardbrowsers”!
Das Drucken (mit Adobe) in eine Datei habe ich jahrelang über Windows-Zwischenspeicher, dann Word aufgerufen und dann erst in PDF konvertiert. Das ist doch jetzt in IE 7 eine gute Möglichkeit.
Ich wollte nur prüfen, ob Microsoft auch schon “geschnallt” hat, dass Umlaute in Domainnamen schon seit März 2004 möglich sind!
Gruss Heino.
10. August 2006
@ 14:05
[...] Bleibt noch anzufügen, dass der Schritt von Transitional auf Strict-Doctypes jedem Anfänger angeraten ist. Denn viele “Unsinnigkeiten” die die Validatoren bei Transitional-Dokumenten noch durchgehen lassen werden erst in Strict-Dokumenten mokkiert. Wer html Lernen will, kann es auch gleich richtig machen. Im Artikel Transitional vs. Strict Markup erläutert Roger Johansson die Unterschiede. Ich sehe es inzwischen ähnlich: die Wahl des Strict-Doctypes beschert dem Internet einen noch größeren Fortschritt als es XHTML tut. Was nicht heißen soll, dass XHTML nicht wünschenswert ist, aber mit XHTML Transitional hat man nichts gekonnt… und wie die Browser mit XHTML 1.1 umgehen ist bekannt. Zum Thema XHTML 1.1 empfehle ich auch diese Diskussion in den Kommentaren des Artikels zum IE7 und den Artikel “Schlüssige Argumente für XHTML” von Schneegans.de der die Thematik sehr detailliert (und amüsant) unter die Lupe nimmt. (und ganz nebenbei mein Slatystain-Wordpress-Theme als Werk eines Wannabe’s entlarvt ;-) [...]
29. September 2006
@ 20:10
[...] Wie sieht es mit der CSS Unterstützung aus? Kein Browser unterstützt komplett die CSS-Spezifikationen, aber Chris Wilson & Co. hätten doch wenigstens ein Gespür für Statements wie :after und :before haben können. Sie wissen garantiert welche Vereinfachungen (float-clearing z.B.) sich damit für das Webdesign ergeben würden. Wie schon früher erwähnt, fehlt weiterhin die Unterstützung von Mime-/Content-Types (application/xhtml+xml). Gerade im Rahmen der aktuellen Diskussionen über Doctypes, einer einheitlichen Grundlage in dem Fall, sozusagen on the road to XHTML 1.0 Strict oder XHTML 1.1, wäre das ein großer Schritt gewesen. Leider nichts. [...]