CSS Editoren (Freeware)

Kürzlich wurde auf pixelgraphix.de diskutiert, ob die Pre-CSS-Ära mittlerweile überwunden ist und wir mitten drin sind, statt nur dabei. Durch die rasante Verbreitung von Weblog-Software alá WordPress, Textpattern & Co., ist es auch für Quer- und Neueinsteiger bei weitem nicht mehr so schwierig, standardkonforme, valide, barriereärmere Webseiten zu kreieren. Oder zumindest etwas ähnliches. Die heutigen Skripte bringen alles notwendige mit. Verfügbare Templates liegen in der Regel schon im XHTML-Markup vor und die Trennung des Designs vom Inhalt wird in großen Teilen auf Cascading Stylesheets ausgelagert. The way it should be.

Natürlich ist nicht alles W3C-Edelmetall was glänzt, aber wenn man sich in Support-Foren wie z.B. auf wordpress.de umschaut, sind auch und gerade Newcomer willens, sich den kleinen Problemen des CSS-Alltags zu stellen. Da nicht jeder sofort mit Klassen, Selektoren usw. auf Du und Du steht und das Editieren von CSS-Dateien oft der klassischen »Trial & Error» Technik gleicht, ist zumindest am Anfang der Einsatz eines CSS-Editors keine schlechte Lösung. Allerdings ist die Auswahl an kostenlosen Editoren auf diesem Gebiet recht begrenzt. Wer Zugriff auf kommerzielle Software wie Dreamweaver, GoLive u.ä. hat, möge sich an den integrierten Programmen versuchen, wobei mir die dortige CSS-Unterstützung nie wirklich smart erschien. Auch der »CSS-Editor« in NVU ist m. E. kompliziert gelöst. Aus diesem Grund stelle ich hier mal einige Freeware-Editoren vor, die über ein einfaches Syntax-Highlighting hinausgehen:

TopStyle Light

TopStyle LightDie mittlerweile von Newsgator übernommene Software TopStyle dürfte die bekannteste und wohl auch beste Applikation auf diesem Gebiet sein. Als Vollversion kostenpflichtig, ist nebenher auch TopStyle Light verfügbar, eine im Umfang zwar reduzierte Version, die sich jedoch durchaus sinnvoll zum Erstellen von Stylesheets verwenden läßt. Das dreigeteilte Programmfenster zeigt gleichzeitig den CSS-Quelltext (mit Syntax-Hervorhebung!), die verfügbaren Attribute und (das Wichtigste an dieser Art Editoren) ein formatierte Vorschau des aktuellen (X)HTML-Elements. Ein sehr smartes Programm und auf diesem Gebiet wohl erste Wahl. (englisch)

CSS Editor

CSS EditorAuch in deutschen Landen hat man sich über eine einfache Bearbeitung der Stylesheets Gedanken gemacht. Ausfluß dessen z.B. der CSS-Editor von Thomas Rudolph. In der Aufmachung ähnelt er TopStyle, ist sehr durchdacht aufgebaut und auch der CSS-Neuling findet sich bei dieser Software schnell zurecht. Das Stylesheet kann auch hier auf einfachste Weise zusammengeklickt werden, ein eingebauter Parser weist auf etwaige Fehler hin und im unteren Bereich des Programmfensters erhält man eine Vorschau des betreffenden (X)HTML Elements. Der CSS-Editor ist für den privaten Gebrauch kostenlos, beim Programmstart erscheint jedoch für 10 Sekunden ein Info-Fenster mit der Bitte um Registrierung. Mit 5 Euro sind sie dabei und unterstützen den Autor bei der Weiterentwicklung der Software. (deutsch)

StyleAssistant

StyleAssistantVon Dr. Thomas Meinike wurde der StyleAssistant programmiert, der jedoch mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt wird. Nicht ganz so komfortabel wie die vorgenannten Anwendungen, eignet er sich u.U. für absolute Newbies, die noch mit dem Verständnis für border-style, line-height & Co. kämpfen. Alle gängigen CSS-Attribute sind auf einen Blick ersichtlich und per One-Click lassen sich die Formatierungen in einer Browser-Vorschau betrachten. (englisch)

Balthisar Cascade

Balthisar CascadeBalthisar Cascasde ist ein sehr umfangreiches und etwas komplizierter zu bedienendes Programm, also eher dem tippfaulen CSS-Kenner zu empfehlen. Balthisar bietet zwar keine direkte Vorschau des formatierten Elements, enthält dafür aber den vollen Befehlsumfang von CSS 2 und nach etwas Einarbeitung läßt sich sehr zügig damit arbeiten. Im mittleren Bereich des (fixen) Programmfensters sind die Layout-Attribute unter Karteireitern geordnet, links werden die formatierten Elemente aufgelistet und rechts erhhält man einen Preview auf den CSS-Quelltext Balthisar Cascade war augenscheinlich mal als Entwicklungstufe einer kommerzieller Software geplant, wird aber seit 2001 nicht mehr weiterentwickelt. (englisch)

Simple CSS

Simple CSSVielen Dank an Manuela für den Tipp! Simple CSS ist für Windows und Mac erhältlich und äußerst komfortabel zu bedienen. Nach einen erstem Test gefällt mir dieser Editor sogar am besten. Im linken Bereich können die Selektoren aus einer Liste gewählt werden, im rechten Hauptbereich werden die Attribute aus Dropdown-Feldern ausgewählt und im unteren Teil zeigt wiederum eine Vorschau das Ergebnis der Formatierungen an. Ein sehr eleganter Editor, der mir durchaus alltagstauglich erscheint und eine echte Alternative zum reinen »coding by hand« zu sein scheint. (englisch)

CssEd

CSSEdDiesen Tipp von isinkwa (Danke!) habe ich noch nicht getestet, aber die Screenshots und die Beschreibung des Funktionsumfangs verheißen einiges. CssEd läuft unter Linux und Windows, benötigt beim letzteren allerings die GTK-Library. Auch hier ist eine Auswahl der Attribute möglich und den Quelltext des Stylesheets kann man nach Elementen zusammen klappen (Folding), was die Übersichlichkeit erhöht. (englisch)

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Für weitere Tipps bezüglich kostenloser CSS-Editoren bin ich dankbar und nehme sie gerne in diese Liste auf.

Artikel: CSS Editoren (Freeware)
Datum: Wednesday, 24. May 2006, 18:00 Uhr
Kategorien: Software, Webdesign
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