WordPress: Bilder in Kommentaren

31 07 2006

Schon mal ver­sucht Bil­der direkt in den Kom­men­tar einer WordPress-​Standardinstallation ein­zu­bin­den? Es funk­tio­niert nicht, im bes­tem Fall erscheint der bloße Link zum Image, sel­bi­ges wird aber nicht ange­zeigt. Der Grund ist ein­fach zu benen­nen: Die Ent­wick­ler von Word­Press haben die Blog­soft­ware so aus­ge­legt, daß sie mög­lichst sau­be­ren, vali­den (X)HTML –Code lie­fert und genau genom­men trauen sie dem Otto– Normal-​Blogger dies­be­züg­lich nicht allzu viel zu. Also wurde z.B. für die Blog­ein­träge die Funk­tion wpau­top ent­wi­ckelt, die selbst­stän­dig Absätze aus­zeich­net, was in der Pra­xis aber oft­mals eher zu Feh­lern anstatt zu vali­dem Quell­text führt. Um diese Pro­bleme zu umge­hen, muß man auf Plugins, wie z.B. Text­Con­trol zurück greifen.

Etwas ähnli­ches wie wpau­top exis­tiert auch für die Kom­men­tare eines WordPress-​Blogs. Und zwar defi­niert das Array $allo­wed­tags in der Datei wp-includes/kses.php, wel­che (X)HTML-Tags in Kom­men­ta­ren zuläs­sig sind. So sind vor allem Tags zur Text­aus­zeich­nung wie: blo­ck­quote, a, strong, em usw. erlaubt. Tags also, die wohl im Kom­men­tar­all­tag am häu­figs­ten Ver­wen­dung fin­den. image ist lei­der nicht dar­un­ter, viel­leicht ist es grund­sätz­lich aber auch bes­ser so.

Um nun aber doch die Option ein­zu­räu­men, Bil­der in Kom­men­ta­ren zu pos­ten, muß also der image-​Tag ins vor­ge­nannte Array auf­ge­nom­men wer­den. Anstatt nun aber direkt in Zeile 22 der kses.php zu edi­tie­ren – was ich, zuge­ge­be­ner Maßen selbst gerne mache – nut­zen wir eine Mög­lich­keit die von Matt & Co. genau dafür vor­ge­se­hen wurde: die Datei my-hacks.php. Diese Lösung ist dann auch updatesicher.

my-​hacks frei­schal­ten und editieren

Sofern noch nicht gesche­hen, muß zunächst die Nut­zung der my-hacks.php ermög­licht wer­den, denn stan­dard­mä­ßig ist sie das nicht. Dazu ruft man im Admin-​Interface den Bereich Optio­nen – Ver­schie­de­nes auf und setzt bei »unter­stütze ver­al­tete my-hacks.php« den Haken.

Da die Datei im Regel­fall noch nicht exis­tiert, erstellt man mit einem Text­edi­tor sei­nes Ver­trau­ens eine neue Datei und füllt sie mit fol­gen­dem Inhalt:


< ?php
    $allowedtags = array (
    'a' => array ('href' => array (), 'title' => array ()),
    'abbr' => array ('title' => array ()),
    'acronym' => array ('title' => array ()),
    'b' => array (),
    'blockquote' => array ('cite' => array ()),
    'img' => array('src' => array(), 'alt' => array(),
    'width' => array(), 'height' => array()),
        //    'br' => array(),
    'code' => array (),
        //    'del' => array('datetime' => array()),
        //    'dd' => array(),
        //    'dl' => array(),
        //    'dt' => array(),
    'em' => array (), 'i' => array (),
        //    'ins' => array('datetime' => array(), 'cite' => array()),
        //    'li' => array(),
        //    'ol' => array(),
        //    'p' => array(),
        //    'q' => array(),
    'strike' => array (), 'strong' => array (),
        //    'sub' => array(),
        //    'sup' => array(),
        //    'u' => array(),
        //    'ul' => array(),
    );
    define('CUSTOM_TAGS', true);
?>

Wich­tig ist, daß sich vor und hin­ter dem Code keine (Leer-​) Zei­len mehr befin­den. Die Datei nun unter dem Namen my-hacks.php sichern und in das Haupt­ver­zeich­nis der WordPress-​Installation uploa­den. Fertig.

My-Hacks
Bevor die erlaub­ten (X)HTML-Tags geän­dert wer­den kön­nen, muß die my-hacks.php im Admin-​Panel frei­ge­schal­tet werden.

Ab sofort kön­nen dann auch Bil­der in Kom­men­ta­ren gepos­tet wer­den, wobei es von Sei­ten des Blog­be­trei­bers sicher sinn­voll ist, feste Werte für Breite und Höhe des Bil­des anzu­ge­ben, da sonst wohl recht häu­fig das kom­plette Lay­out des Blogs zer­schos­sen wird. Natür­lich kön­nen anstelle des image-​Tags auch andere Befehle des (X)HTML-Spektrums frei­ge­schal­tet wer­den, jedoch sollte man dem Kom­men­tie­ren­den auch nicht alles ermög­li­chen, sonst hat man als Blog­ger nur noch mit dem Auf­räu­men des Quell­codes zu tun.

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