Freiheit für Schriftarten
Na ja, wenigstens für einige von Adobe. Andrei Herasimchuck (Design by Fire) hat einen offenen Brief an John Warnock von Adobe Systems geschrieben. Er bittet die Firma darin, einige ihrer lizensierten Schriften als Public Domain freizugeben. Die von ihm vorgeschlagenen Schriftarten sind: Adobe Caslon Pro, Adobe Jenson Pro, Franklin Gothic, Frutiger, Futura, Gill Sans, Helvetica Neue, Univers, Warnock Pro.
Mir persönlich gefällt die von Veerle vorgeschlagene Liste besser, aber es geht ja auch mehr ums Prinzip. Schwer zu sagen, ob dieses Anliegen auch nur teilweise Erfolg haben wird, aber vielleicht sieht man auch bei Adobe die Perspektiven die sich durch eine Änderung der Lizenz für die genannten Schriften ergeben würden. Eine Verbreitung dieser Fonts über alle Betriebsysteme hinweg würde sicherlich recht schnell erfolgen und in der Konsequenz würden sich Möglichkeiten im Webdesign ergeben, die die Verdana Georgia Helvetica Langeweile endlich mal verfliegen lassen könnten.
[...] I’m hoping you’ll be willing to help the design community fix the world of typography on the Internet. [...]
Das hoffe ich auch. Es ist zwar alles Theorie momentan, aber einen Versuch ist es wert und deshalb möchte ich hiermit das Anliegen von Herasimchuck unterstützen. Optimisten finden übrigens bei Sean Sperte einen Public Domain Font Test. Dort kann man die Entwicklung und den Erfolg (oder Mißerfolg) des Briefes sozusagen direkt überprüfen. ;-)
Update: Jeff Croft hat einen Artikel als offenen Brief (neuer Trend?) an Microsoft und Apple gerichtet, in dem er für eine schnelle Verbreitung der neuen Schriftarten von Windows Vista wirbt und Apple auffordert, diese Schriften mit Mac OSX zu vertreiben. Das wäre durchaus realistisch und würde bereits neue Optionen im Bereich Typographie und Webdesign bieten.
Artikel: Freiheit für Schriftarten
Datum: Wednesday, 30. August 2006, 21:41 Uhr
Kategorien: Webdesign
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Journal (Artikel)
31. August 2006
@ 15:02
Na mal sehen ob ich heute auch noch was schreibe um das ganze zu unterstützen. Ich finds eigentlich ne gute Sache :D
31. August 2006
@ 15:13
Die Idee ist sicher sehr gut. Hoffentlich wirds mehr als ein netter Versuch.
Mir würde reichen wenn der 1. Liste (eh fast alles Lieblingsschriften von mir) noch die Officina hinzugefügt wird, am besten incl. der Serif, dann hat man zwei schöne, kontrastreiche aber verwandte Schriftschnitte.
31. August 2006
@ 15:17
Die Officina ist wirklich ein der besten Schriften, ich liebe sie.
Benji, dann verweise auch mal gleich noch auf den Letter von Jeff Croft, sein Anliegen scheint mir möglich zu sein. ;)
31. August 2006
@ 19:01
Ein hehrer Anspruch, von Jeff Croft…
Ob Billy da mitspielt, mal sehn…
Ich find eh, dass MS mitunter ein glückliches Händchen hat, die Trebuchet, die sie seit längerer Zeit ausliefern, hat eine fast 100%ige Verbreitung, und schlägt die Arial, Tahoma & Co. in Bezug auf Individualität um Längen, und läuft auch noch gut, selbst im Print (aber da hat man eh mehr Möglichkeiten, als “nur” mit CSS)!
31. August 2006
@ 19:30
Die Trebuchet ist okay, aber mittlerweile auch overdosed. ;)
XHTML+XML akzeptiert übrigens keine ausgeschrieben Entitites, das & war in dem Fall das Problem. Ich muß mal gucken, daß ich sowas umgewandelt kriege.
1. September 2006
@ 07:43
[...] Da es in der heutigen World Wide Web geprägten Zeit immer wieder auf neue Webdesigns und Standards trifft wird es auch einmal Zeit für neue “Standard Schriftarten” im Web. Wie schreibt Jowra so schön, “die Verdana Georgia Helvetica Langeweile endlich mal verfliegen lassen”. Und um dies zu erreichen hat Andrei Herasimchuck (Design by Fire) einen offenen Brief an John Warnock von Adobe Systems geschrieben. In diesem Brief bittet er Adobe einige ihrer lizensierten Schriftarten freizugeben. Sein Vorschlag beinhaltet folgende Schriftarten: Adobe Caslon Pro, Adobe Jenson Pro, Franklin Gothic, Frutiger, Futura, Gill Sans, Helvetica Neue, Univers, Warnock Pro. [...]
1. September 2006
@ 14:09
[...] Ich muss zugeben, dass ich dem Schreiben schon während dem ersten Lesen nur geringe Erfolgsaussichten eingeräumt habe. Wenn man sich aber die Pro- und Kontrapunkte näher ansieht muss man zu dem Schluss kommen dass es keine ähnlich sinnige Alternative zu Herasimchucks Forderungen gibt. Eine längst überfällige Initiative um die Zukunft der Webtypographie, die die volle Unterstützung jedes Webdesigners verdient – und sei es durch einen Apell an Microsoft, Apple und Adobe in Form eines solchen Blogeintrags. Auch die in den Kommentaren zu Jeff Crofts Beitrag diskutierten Ideen sind erwähnenswert und zeigen die Verzweiflung: “Schriften in Browser integrieren” oder “der Blick auf Open Source Betriebssysteme wie Linux, Ubuntu, etc.”, die ihr komplett eigenes Schriften-Süppchen kochen (und auch keine Lizenznehmer einer MS oder Adobe-Schrift werden dürften) unterstreichen die Notwendigkeit Andrei Herasimchucks Ansatzes. Eine ausgiebige Diskussion der Thematik (vor allem unter den betroffenen Marktführern) ist dringend angeraten um die vorherrschende Typo-Monotonie und den aufkommenden Verschlechterungen entgegenzuwirken. via Jowra. [...]
1. September 2006
@ 16:57
Also ich hab in den meisten Blogs das clean umlauts-plugin rennen, da wird das kaufmannsund in korrektes
&umgewandelt, auch bei Kommentaren… Ansonsten kannst ja auch noch mit Kanonen auf Spatzen schiessen und dasplugin text-replace verwenden… ;)4. September 2006
@ 14:22
[...] [mehr bei Jowra] [...]
4. September 2006
@ 18:47
[...] Für freie Schriftarten setzt sich Jeff Croft ein, WebDesign Kollege. Gefunden habe ich dies bei Jowra. Danke an Volker, der mich daran erinnerte, mts Ähnliche Artikel:barrierefreie Information oder Don Quijote gegen Euronen |Urheberrecht zu lasten der OpenSourceGemeinde |Creativ Common Lizenz und Google | [...]
23. November 2006
@ 16:01
diese diskussion, zumindest um frutiger gabs schon mal vor ein paar jahren. freigegeben wurde nichts. dabei wäre es insbesondere für die mac schriftarten wichtig, damit webdesigner wenigstens ein paar mehr gemeinsame schriften für beide systeme auf hps problemlos verwenden könnten.
4. March 2007
@ 15:17
Genaju, das alles ist sehr schön, aber daraus wurde nichts…
5. February 2008
@ 14:04
Ahh zu schön um wahr zu sein, ob die Leute von Adobe sich diesen Brief wohl mal durchgelesen haben, wage ich zu bezweifeln.