OpenDNS - Alternatives Domain Name System
OpenDNS hat nichts mit einer offenen Desoxyribonukleinsäure für moderne Gen-Experimente zu tun; vielmehr stellt dieser kostenlose Dienst Server-Adressen für die Auflösung von Domain-Namen (z.B. www.google.de) in ihre entsprechenden IP-Nummern (z.B. 209.85.129.99) zur Verfügung.
Wer seinen DSL-Zugang bei der Telekom oder anderen Großanbietern hat, kennt vielleicht das Problem, dass es zu bestimmten Belastungsspitzen oder auch im täglichen Surfverkehr manchmal etwas dauert, bis nach der Eingabe auf eine Webadresse zugegriffen wird. Standardmäßig wird für das Domain Name System auf die Server des jeweiligen Anbieters zurück gegriffen und da kann es schon mal Engpässe geben.
Alternativer DNS-Server
OpenDNS bietet nun alternative Server für die Namensauflösung an. Kostenlos und sogar mit kleinen Schmankerln: Bekannte Phishing-Domains werden aussortiert und wenn man einen nicht existierenden Domainnamen aufruft, bietet OpenDNS mögliche Alternativen, alá »Meinten Sie…«, an. Vorteil an der ganzen Sache: es wird keine Soft- und Hardware benötigt, man muß sich nicht registrieren und wird auch sonst nicht weiter belästigt. Und wenn einem der Service nicht zusagt, stellt man einfach wieder die ursprünglichen Einstellungen her.
Wie funktioniert das Ganze nun? Es muß lediglich ein anderer DNS-Server angegeben werden. Entweder in der Systemsteuerung des PC oder – bei Netzwerken sinnvoll – direkt im Router.
DNS-Einstellungen unter Windows XP ändern
Über Start / Systemsteuerung / Netzwerkverbindungen finden wir unsere Internet-Verbindung (grundsätzlich funktioniert das auch mit Modem-Verbindungen), im Beispiel eine LAN-Verbindung:

Über Rechtsklick -> Eigenschaften gelangen wird zu den Einstellungsmöglichkeiten für diese Verbindung. Hier wählen wir das TCP/IP-Protokoll aus und rufen den Eigenschaften-Dialog für dieses Protokoll auf.

Unter Folgende DNS-Serveradressen verwenden trägt man nun die Adressen von OpenDNS ein: 208.67.222.222 und 208.67.220.220.

Das Ganze mit OK sichern und ab geht die Luzie. Bei anderen Betriebssystemen erfolgt die Änderung sinngemäß. In meinem Fall ergab sich ein spürbarer Geschwindigkeitszuwachs beim Ansurfen der Webseiten. Mag nicht in jedem Fall so sein, aber der Versuch kostet und schadet hier nicht und im Zweifelsfall setzt man die Einstellungen nach einem Test wieder zurück. Weitere Anleitungen für die Einrichtung unter verschiedenen Systemen und für Netzwerke findet man hier.
Artikel: OpenDNS - Alternatives Domain Name System
Datum: Tuesday, 21. November 2006, 11:32 Uhr
Kategorien: Internet
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Journal (Artikel)
21. November 2006
@ 15:50
Interessant!
Funktioniert das auch wenn der PC hinter einem Router sitzt?
Ich kann das nämlich bei meiner FRITZ!Box 7050 nicht einstellen.
21. November 2006
@ 16:17
Yup, funktioniert auch. Weil bereits der PC die Domains in IPs umwandelt. Der Router kriegt dann nur IP-Adressen zu sehen und die kann er direkt verarbeiten. ;-)
21. November 2006
@ 16:55
Nicht schlecht. Gleich mal eingestellt, getestet und für gut befunden :D
22. November 2006
@ 19:15
WAU!
Ich hab es unter Kubuntu 6.10 Edgy Eft ausprobiert.
Ich bin mit dem “Web Browser” Konqueror noch nie so schnell im WWW gewesen wie mit OpenDNS.
Danke für diese Info!
25. January 2008
@ 11:57
Tja scheint eine tolle Sache zu sein…
!!
hat nur eine Macke:
Verhindert den Zugriff auf die FRITZ
wie kann ich das ändern?