Sarah McLachlan - Wintersong

26 12 2006

Sarah McLach­lans brand­neue Scheibe Win­ter­song lag bei mir unterm Baum. =) »Um Got­tes Wil­len, jetzt springt die auch noch auf die­sen Zug auf!« Nein, macht sie natür­lich nicht. Sie singt nicht die 137. Ver­sion von Jingle Bells (das kann ohne­hin nie­mand bes­ser als Dean Mar­tin), ver­zich­tet auf Schlit­ten­glo­cken und das sons­tige weih­nacht­li­che Gedöns.

Sarah McLachlan - WintersongZwar sind mit Aus­nahme des Titel­songs – einer wun­der­schö­nen Bal­lade mit rei­ner Kla­vier­be­glei­tung die an The Free­dom Ses­si­ons erin­nert – alle Lie­der Cover-​Versionen, aber daß dies nichts Schlech­tes ver­hei­ßen muß, zeigt die Kana­die­rin in beein­dru­cken­der Weise. Klas­si­ker von John Len­non und Joni Mit­chell bekom­men durch ihren Stil neuen Schwung, The First Noël/​Mary Mary kriegt in der zwei­ten Hälft mit Bodhran-​Unterstützung rich­tig Drive und klingt am Ende fast ori­en­ta­lisch. Silent Night neu auf­zu­le­gen ist wahr­lich nicht ein­fach, aber mit der typi­schen McLachlan’schen Melan­cho­lie ist es ein wah­rer Genuß.

Ein traum­haft schöné Platte, für lange Win­ter­abend bei Ker­zen­schein und einem guten Glas Rot­wein. Für Fans ein Muß und für jene die um den Jah­res­wech­sel mal was ande­res hören wol­len als White Christ­mas. Jemand der Sarah noch nicht kennt, greift viel­leicht eher zum Jahr­hun­dert­werk Fum­bling Towards Ecs­tasy.

Rewind. Play.