RSS-Feeds mit CSS stylen oder nicht?
Mit Erscheinen des neuen WordPress-Plugins FeedStyler und einer zu erwartenden starken Verbreitung, stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll und wünschenswert ist, RSS & Co. mit Cascading Stylesheets zu gestalten.
RSS-Feeds sind ein modernes Mittel um Neuigkeiten aus allen möglichen Bereichen abzurufen und zu verfolgen. Es gibt entsprechende Software, die diese Informationen in geeigneter Form zugänglich macht: Desktop-Reader (z.B. FeedDemon), Online-Reader (z.B. Bloglines) und andere Clients mit denen man die News abrufen kann (Handy u.ä.).
Dabei geht es um den reinen Inhalt. Die Präsentation der Daten übernimmt die Software, wobei diese meist die Möglichkeit bietet, zwischen verschiedenen Darstellungen der Informationen zu wählen. Damit ist der Sinn eines eigenen Feed-Stylings zumindest in Frage gestellt.
Frank führte als Argument für eine RSS-Gestaltung per CSS an, dass User die über Suchmaschinen auf einen Feed stoßen oder diesen im Browser direkt aufrufen, nicht mit wirren XML-Bäumen wie sie z.B. noch im Firefox Pre-2.0 zu finden waren, belästigt werden wollen. Einige Aspekte stehen dem jedoch entgegen:
- auch in solchen Fällen sollte der Client (Browser) bestimmen wie die Daten formatiert werden
- im Idealfall sollte man über Suchmaschinen nicht auf Feeds stoßen, sondern direkt auf die zugehörige Webseite
- die neuesten Browser stellen RSS mittlerweile in gut lesbarer Form dar, darüber hinaus gleich mit der Möglichkeit, den Feed im NewsReader meiner Wahl zu abonnieren
Der Grundsatz bleibt m.E. bestehen: RSS, Atom & Co. sind keine Webseiten, sie sind der auf den Punkt gebrachte Content einer Webseite, der in geeigneter Weise weiterverarbeitet werden soll. Eine grafische Formatierung ist hier eher fehl am Platz. Jeff Croft schreibt dazu:
My personal stance, even as a CSS advocate and an author of a forthcoming CSS book, is that CSS has no place in RSS. RSS, in my opinion, should be for content, not presentation — and as all of us web standards geeks know, content doesn’t belong in CSS, it belongs in markup.
Da aber realistisch gesehen die CSS-Formatierung von Feeds z.B. auf Grund des o.g. Plugins fortschreiten wird, bleibt nur die Hoffnung, dass News-Aggregatoren immer die Möglichkeit anbieten, die Darstellung der Informationen selbst zu bestimmen, also ggf. das mitgelieferte Styling zu überschreiben oder zu deaktivieren.
Artikel: RSS-Feeds mit CSS stylen oder nicht?
Datum: Wednesday, 07. February 2007, 12:25 Uhr
Kategorien: Internet, Webdesign
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Journal (Artikel)
14. February 2007
@ 23:32
Wär doch sicher möglich Franks Argument mit einer robots.txt zu entgegnen, oder? Sodaß SEs Feeds gar nicht erst in den Ergebnissen auflisten… Wobei es dann immer noch für die Leute Sinn macht, die den “RSS”-Link klicken, weil sie nicht wissen was sie damit anfangen sollen…
16. February 2007
@ 21:51
wasn mit deinem feed los?
der spinnt seit gut einer woche total rum… zeigt immer an das es was neues gibt und wenn ich nachgucke seh ich das die alten feeds einfach nur für “neu” gehalten werden
solangsam ist es auffällig!
bastelst du rum? oder ist mein netvibes schuld?
16. February 2007
@ 21:57
Hi Jared,
ich würde auf Letzteres tippen. Hab meine Feeds zur Kontrolle selbst in Bloglines abonniert und dort wird nur Neues angezeigt, wenn es auch Neues gibt.
Hast Du vielleicht versehentlich eine Option »Keep as new« o.ä. aktiviert?
Btw. welchen Feed meinst Du genau? Den Kombi-Feed oder nur den vom Journal?
17. February 2007
@ 05:50
hab schon den “complete-feed” genommen! hm ich habs aber bei feedreader auch nebenbei laufen und da läd er auch neu… einstellungen haben ich keine vorgenommen da ich feedreader erst seit 2 wochen nutze und mich noch nicht auskenne
wenn es wieder vorkommen sollte kann ich mich ja nochmal melden!
probier jetzt den “journal-feed” aus :-)