Frischt verliebt… in Expression Engine
Das Ende von WordPress als CMS auf dieser Seite naht.
Im Zuge der Arbeiten an cssNeustart und der Entscheidung dort auf Expression Engine zu setzen, bin ich recht schnell dem Charme dieses Bloggers Darling, wie Florian es nannte, verfallen.
Dabei war es keine Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte die kostenlose Core-Version von EE schon mehrfach auf dem Rechner und bin dann doch durch Dinge wie die URL-Struktur, die Templates, völlig andere Tags usw. wieder davon abgekommen. Als wir beim cssNeustart überlegten, auf WordPress zu setzen, bekamen wir von verschiedenen Seiten, den Hinweis, doch lieber auf EE zu setzen, da die Member-Verwaltung ausgereifter ist und das System generell besser mit großen Datenmengen und – strukturen umgehen kann.
Mittlerweile können wir uns zu diesem Schritt nur selbst gratulieren, aber die ersten Schritte mit einem neuen System sind immer schwierig und das war auch einer der Hauptgründe, warum wir den cssNeustart vom 01.07. auf den 01.08. verschieben mußten.
Nach dem nun aber das Verständnis für EE da ist, war mir recht schnell klar, daß ich den Nachfolger der bekannten pMachine von EllisLab auch hier auf meinen privaten Seiten einsetzen werde.

Allein schon die Template-Verwaltung läßt einen mit der Zunge schnalzen. Der effiziente und flexible Einbau von Tags und Conditionals macht alles möglich.
Nach einigen aktiven Jahren des Bloggens oder allgemein des Produzierens von Inhalt im Web, sammelt sich aber in Datenbank ganz schön was an und so fragte ich mich zu allererst, wie ich den die 242 Postings und 2.100 Kommentare von WP zu EE übertrage. Es gibt zwar einige WordPress-Plugins und auch im Core integrierte Export-Funktionen, aber für EE war natürlich schon mal nichts dabei. Nächster Gedanke war das Exportieren ins MovableType-Format, denn damit kann EE etwas anfangen. Ums kurz zu machen: alles was es an Plugins u.ä. so gibt hat nicht richtig funktioniert und am Ende half mir das Script WordPress to MovableType. Erst mal im EE Format, ließen sich die Daten dann prima einlesen.
Heute habe ich schon die Hälfte des Designs übertragen und muß sagen, es geht schnell, viel schneller als ich dachte und die Templates sind nur noch ein Drittel so groß. Das ganze Gefrickel mit PHP und zig MySQL-Queries entfällt, denn in EE steht das alles als Template-Tag zur Verfügung. Über die Unterschiede der beiden Systeme aber demnächst mal mehr.
Hier mal eine Gegenüberstellung der Journal-Seite: Vorher (powered by WordPress) und Nachher (powered by Expression Engine). Wie man sieht, sieht man nichts. Also zumindest keine Unterschiede und so soll es sein. :)
Jetzt freue ich mich erst mal über diese »Entdeckung« und komme vorläufig zu dem Schluß: Es gibt (fast) nichts was man mit WordPress nicht auch umsetzen könnte, aber mit Expression Engine geht es um ein Vielfaches einfacher, schneller, effektiver. :wub:
Artikel: Frischt verliebt… in Expression Engine
Datum: Saturday, 14. July 2007, 18:42 Uhr
Kategorien: Blog, Expression Engine, WordPress
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 · Trackback: Trackback-URL
Diesen Artikel kommentieren.
Journal (Artikel)
14. July 2007
@ 19:22
Expression Engine .. kostet das nich Geld? Falls nicht, schau ich mir das auch mal an!
14. July 2007
@ 20:03
Willkommen im Club :-). Gratulation zur Entdeckung und viel Spaß damit. Ich kann Dich verstehen.
14. July 2007
@ 22:56
Danke Manuela! :) Du fährst ja fast jede Deiner Seiten mit einer anderen Software, aber wenn man einmal in EE reingeschnuppert hat, dann möchte man doch überall umsteigen, nä? ;-)
Steffen, es gibt drei Versionen von EE: Core (kostenlos, reicht für »normale« Weblogs völlig), Personal 100$ (nur für nichtkommerzielle Seiten) und Commercial 250$ (quasi identisch mit Personal, aber auch für kommerzielle Seiten). Schau Dir auf jeden Fall mal die Core-Version an…
Mittelfristig werde ich sicherlich auf die Personal Version upgraden, weil dort doch einige Module enthalten sind, mit denen ich zumindest mal rumspielen möchte. ;-) (MoBlog, Query usw.)
15. July 2007
@ 19:01
Manchmal ist Closed Code halt nicht das allerschlechteste.
15. July 2007
@ 22:14
Tjo, kann mich Manuela nur anschliessen. Falls du die URL Struktur wie du Sie unter WP hast auf EE übertragen möchtest wünsche ich Dir viel Spass dabei ;)
Das ist finde ich etwas Tricky… habe mich auch mal Versucht meine Ergebnisse findest du im deutschen EE Forum.
16. July 2007
@ 00:45
Steffen, die URL-Struktur ist grundsätzlich nicht das Problem, via segment_x und einer index-Seite für Übersicht und Single-Entry kriege ich das WordPress-Format hin. Allerdings gibt es dann doch Probleme wie z.B. mit prev_entry und next_entry… also Funktionen die zwingend eine single_page erfordern, so daß ich mich entschlossen habe, eine neue Struktur zu nehmen und die alten Links per permanent redirect umzuleiten. Hat ja schon damals gut funktioniert. ;)
16. July 2007
@ 07:23
Die {Segment} Variablen sind schon richtig geil. Da kann man schön mit “spielen”.
Ich will von meiner aktuellen URL Struktur (../kategorie/name-des-eintrags) weg. Mir scheint (../archiv/jahr/monat/name-des-eintrags) Sinnvoller. Das ganze wird dann auch rekursiv ansprechbar sein. Bzw. ist es schon…
16. July 2007
@ 08:31
Ich hab mich jetzt für jowra.com/journal/article/entry-title entschieden. Und bezüglich der Archive gibts ja in EE eine dynamische Struktur also z.B. jowra.com/journal/year/month/. Die Kategorienübersicht laß ich so wie jetzt in WP ist, dann brauch ich nicht allzu viel redirecten. ;)
16. July 2007
@ 15:35
Glückwunsch :) ... leider steig ich da nicht so schnell ein wie du, aber ich werd mich auch mal versuchen ranzuhalten.
17. July 2007
@ 14:03
@John, genau so ist es. Gerade so was wie pixelgraphix schreit ja förmlich nach EE ;-) ...
25. July 2007
@ 11:17
Jaaha, die EE ist super. Neben Textpattern für mich im Moment für 90% meiner Projekte Werkzeug der Wahl :)
Mein Blog läuft auch mit der EE und es macht immer wieder Spass, am System herumzuschrauben.
Es lohnt sich, in das CMS einzuarbeiten!
1. August 2007
@ 22:06
ich hab die core mal testweise installiert und das sieht alles sehr interessant aus. was ich nur gerne wüsste: wie aktiviere ich ein anderes site-theme?
2. August 2007
@ 17:51
Robert, es gibt keinen Style-Switcher wie bei anderen CM-Systemen (jedenfalls ist mir keiner bekannt). Die zugrundeliegende Technik der Templates/URL-Struktur/Weblogs machen das ganze wohl nicht so einfach – dafür ist alles höchstflexibel.
3. August 2007
@ 22:31
Gute Frage Robert. Ich hab mich damit noch gar nicht beschäftigt, weil ich jeweils »from scratch« angefangen habe bzw. mein eigenes Theme portiere.
Grundsätzlich müssen Themes z.B. aus der Theme-Library in den Ordner für Site-Themes kopiert werden.
13. August 2007
@ 15:29
hallo, ich bin gerade dabei, eine neue webseite zu gestalten – dabei habe ich erst mal auf wordpress gesetzt (jetzt werde ich mir EE aber auch mal anschauen..).
@jowar: eine frage – wie kann ich mit wordpress eine aufteilung in verschiedene bereiche realisieren, so wie du es gemacht hast (startseite, journal, sideblog etc.)?
13. August 2007
@ 15:42
@jowra: sorry für den buchstabendreher
habe EE testweise mal installiert – das war schon mal unkompliziert.
mal sehen, ob ich mich damit anfreunden kann, oder ob ich doch bei wp bleiben werde…
13. August 2007
@ 15:50
[...] habe ich mich für WordPress entschieden, schon läuft mir ExpressionEngine über den Weg. Um dem System wenigstens eine Chance zu geben, habe ich es testweise mal [...]
13. August 2007
@ 21:55
Steffino, seit WordPress 2.1 kannst Du eine statische Startseite definieren (Optionen -> Lesen).
Der Sideblog ist eine extra Kategorie, die ich separat abfrage.
Ich kann Dir aber wirklich EE an Herz legen. Die Einarbeitungszeit ist es wert. ;)
13. August 2007
@ 22:27
statische seite ist schön und gut, mein problem ist nur wie ich dann einen link zum weblog bzw. zu allen beiträgen (nicht nur zu den einzelnen kategorien) hinkriege. steh ich da gerade auf der leitung?
16. August 2007
@ 00:17
so, meine frage hat sich erledigt – mit einiger bastelei habe ich es nun hinbekommen.
leider stehe ich immer noch auf wordpress und konnte mich mit EE bisher nicht recht anfreunden (vor allem, wie dort die installation von themes von statten geht, ist mir noch ein rätsel)