Konservativ
Alternativ bietet sich der Gang ins komplette Archiv an. Was Du da nicht findest, gibt es hier nicht.
Keine Ahnung ob Helmut Newton richtig liegt, wenn er meint:
The first 10.000 shots are the worst.
Aber da ich mittlerweile allein von den digitalen Abenteuern (Canon EOS 300D, Canon EOS 40D) ca. 20.000 Aufnahmen mitgebracht habe, müßte demnach das Gröbste überstanden sein. Andererseits ist das ja ohnehin die übliche Geschmackssache und liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.
Ich weiß; gar nicht mehr so genau, wann ich die wirkliche Faszination des Photographierens für mich entdeckte. Es ist wohl vergleichsweise noch nicht all zu lange her, so vor 5 Jahren muß es gewesen sein. Ich hatte mich bei meiner ersten Tour durch Schottland leicht geärgert, nur eine Kompaktkamera von Olympus dabei zu haben. Sie war gar nicht mal so schlecht, hatte sogar einen 75mm Zoom und machte recht ordentliche Bilder. Immerhin belichtete ich damals 14 Filme in drei Wochen.
Als ich jedoch nach der Rückkehr die Photos eines mitgereisten Freundes sah, war ich leicht deprimiert. Er hatte eine Canon EOS 500N. Das war im Mai des Jahres 2000 und ein knappes Jahr später besaß ich das gleiche Modell. Dies alles zu einer Zeit, als die Digitalphotographie für den Laien noch kaum bezahlbar war und qualitativ nur für ein paar Strandbilder auf Mallorca taugte.
Wenn man nun also zum ersten Mal die Photos einer SLR-Kamera in den Händen hält, gibt es wohl kaum jemanden, der dann nicht der Sucht »Photographie« verfällt.
Die Canon EOS 500N begleitete mich von nun an auf Schritt und Tritt. Mit richtigen Objektiven ergaben sich völlig neue Möglichkeiten und ich wollte natürlich alles ausprobieren. Z.B. begeisterte mich die Tiefenunschärfe wie sie bei Makroaufnahmen typisch ist, ein stark verschwommener Hintergrund der die Aufmerksamkeit auf das eigentliche Motiv lenkt. So etwas war mit Kompaktkameras nicht oder nur schwer zu erreichen.
Es brach langsam die Zeit der Digitalkameras an, ich kaufte mir zunächst eine Ricoh Caplio G3, ein sehr gutes Modell, von der auch einige der Photos im Log stammen. Andererseits wußte ich natürlich wohin die Reise geht... Ich würde nicht eher ruhen, bis ich nicht eine digitale SLR in den Händen hielt. Und ein halbes Jahr später, im Frühjahr 2004, lagen zwar die Preise für diese feinen Geräte immer noch empfindlich hoch, aber egal: die Canon EOS 300D war mein.
Später stellte ich fest, daß mein Sigma-Teleobjektiv nicht mit der Canon EOS 300D kompatibel ist und gönnte mir noch ein neues Tele von Canon mit USM.
Im Frühjahr 2008 wurde die 300D durch die Canon EOS 40D ersetzt. Zum Teleobjektiv und der sogenannten Kit-Scherbe - dem Standard-Objektiv von Canon - gesellten sich dann zunächst das lichtstarke 50mm-Objektiv mit Festbrennweite und kürzlich das Weitwinkelobjektiv mit minimal 10mm von Sigma.
Nimmt man das alles mit auf die Tour und packt dann noch die Filter und das Blitzlicht ein, bildet sich im Laufe der Zeit eine recht ausgeprägte Schultermuskulatur aus. Aber wer schöne Photos machen will muß leiden. Oder so ähnlich. Immerhin: Ich bin mit der Entwicklung ganz zufrieden. Heute gelingen mir Photos, bei denen mir vor Jahren einfach noch das Know-How oder auch die Technik fehlte um ähnliches zu erreichen.
Im Photolog gibt es übrigens nur ausgewählte Aufnahmen zu sehen. Eine wesentlich größere Anzahl findest Du bei Flickr und bei Ipernity.
John Wrana, Mai 2009
Still to come...
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